Es gibt viel zu sehen in Meersburg am Bodensee: Der See mit seiner Promenade, die historische Altstadt, schöne Museen und vieles mehr. Das alles liegt vor uns, bietet sich als tolles Fotomotiv an, fordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Und es gibt das Verborgene, das Schöne oder Besondere auf den zweiten Blick. Auch dafür sollten wir uns Zeit nehmen, genauer hinzuschauen oder zu lauschen. Diesen Moment nutzen, um wieder ins Gleichgewicht, zur Ruhe zu kommen.

Diese Orte und Plätze kann man auch in Meersburg entdecken, kommen Sie mit!

1. Der verborgene Weg zwischen Ober- und Unterstadt

Drei Wege gibt es im Kern der Altstadt von Meersburg, um von Ober- zu Unterstadt zu gelangen. Der Bekannteste ist wohl die Steigstraße, die Flaniermeile mit kleinen Läden, Restaurants und schönen historischen Hausfassaden. Ein zweiter ist die sogenannte Rieschentreppe, die am gleichnamigen Weinberg entlang führt.

Dazwischen liegt unser Geheimweg: im Schatten alter Bäume führt er uns direkt am Gemäuer der alten Burg entlang. Dazu biegen wir in der Steigstraße- von oben kommend- am linkerhand gelegenen Brunnen nach links ab. Dort bewundern wir das Fachwerkhäuschen der Schlossmühle und das alte Mühlrad. Über uns verläuft die Zugbrücke der Burg. Wir schlendern weiter und genießen den Schatten, den die alten Bäume spenden und erfreuen uns an der Kühle, die das auf dem Felsen erbaute alte Gemäuer der Burg ausströmt. An einem kleinen Spielplatz vorbei gelangen wir schließlich in die Meersburger Unterstadt und tauchen wieder in das quirlige Leben ein.

2. Der Weinkeller des Staatsweinguts Meersburg

Auf dem kleinen, schönen Platz, dem „Glatten Stein“ zwischen Weinverkauf und Gutsschänke herrscht Trubel. Touristen zücken ihre Handys, Kinder schlecken Eis, Gäste sitzen in der Sonne. Sie wissen nicht, dass sich unter Ihnen ein riesiger Gewölbekeller befindet. Unser Weg in die Unterwelt beginnt im Kelterhaus des Staatsweinguts Meersburg. Wir gehen die breite Treppe hinunter ins unterirdische Reich der Weinmacher. Hier herrscht Ruhe und Dämmerlicht. Es ist eine eigene Welt von beeindruckendem Ausmaß und fast majestätischer Atmosphäre. Lange Reihen stählerner Tanks mit modernster Technik ausgestattet, stehen im Kontrast zum dunklen, uralten Mauerwerk. Doch plötzlich passt alles zusammen: wir stehen im Holzfasskeller. Alte große Holzfässer, mit reichem Schnitzwerk versehen, neben Reihen edler Barriquefässchen. Darüber hängt ein alter Metallleuchter mit echten Wachskerzen. Diesen wunderschönen Ort können Sie ausschließlich im Rahmen einer Weinprobe erleben. Hier können Sie in Ruhe die guten Tropfen des Staatsweingutes verkosten und die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte auf sich wirken lassen. Was sich weit über Ihrem Kopf abspielt, werden Sie dabei ganz vergessen.

3. Auf dem Himmelbergweg zum Ödenstein

Wenn Sie jetzt richtig Lust haben, den Blick in weite Fernen schweifen zu lassen und an einem magischen Platz zu verweilen, dann verlassen Sie die quirlige Altstadt. Unser Weg führt uns auf der Kirchstraße Richtung Bundesstraße, die die Meersburger Altstadt abriegelt. Wir nehmen die Unterführung und wenden uns nach links. Da beginnt der Himmelbergweg. Was für ein schöner und passender Name! Auch wir streben jetzt aufwärts, aber nur ein kurzes Stück, dann geht’s wieder eben weiter und wir laufen ganz entspannt den wunderschönen Höhenweg parallel zum Bodensee.

Sie werden sich kaum sattsehen können am Glitzern des Sees, an den Schiffen, die am Fährhafen an- und ablegen oder am Blick zur Insel Mainau hinüber. Unter Ihnen schmiegen sich die Weinberge an den Hang. Rechterhand beeindrucken die Fassaden alter Villen, eingebettet in große Gärten. Treppenstufen, unterbrochen von schön gestalteten Sitzgelegenheiten, führen uns schließlich hoch zum Aussichtspunkt Ödenstein. Dort angekommen lädt uns ein mächtiger Baum ein, zu verweilen und die Magie des Ortes zu erspüren. Nehmen Sie diese Stimmung auf und genießen Sie den Augenblick!