Endlich ist er wieder da, der Rieschen Spätburgunder!

Lange haben wir auf ihn warten müssen, aber die letzten beiden Jahre genügte das Traubenmaterial nicht den sehr hohen Ansprüchen, die wir gerade an diese Lage stellen.

Beim Meersburger Rieschen Spätburgunder ist ein sehr gutes Reifepotential für uns obligatorisch. „Mit seinen Aromen von Mocca und Nuss macht er neugierig auf deine Entwicklung“ steht in unserer Liste. Denn unserer Erfahrung nach ist gerade der Rieschen ein Wein, der uns und unsere Kunden mit seiner Entwicklung immer wieder begeistert.

Immer wieder erkundigen sich die Rieschen Fans unter den Weinkunden, wann denn endlich der nächste Jahrgang in den Verkauf kommt. Sie wissen warum…

Die Lage Rieschen ist eine der Spitzenlagen am Bodensee

Kein Wunder. Die Lage Rieschen ist eine der Spitzenlagen am Bodensee und befindet sich im Alleinbesitz des Staatsweinguts. Sie ist gerade mal 3,8 ha groß. Eine Hangneigung von 20%, eine nach Süden hin exponierte Lage mit dem mächtigen Gebäude des Weinguts im Rücken, das sind schon mal einige Kriterien, die für diese Lage sprechen. Auch der Boden ist einzigartig im deutschen Weinbau, es sind eiszeitliche Molasse und Moränenablagerungen und der steinige Untergrund beginnt nur wenige Zentimeter unter dem Grasbewuchs.

Rieschen und nicht Ries-chen

Der Meersburger spricht übrigens das „sch“ in Rieschen aus, für ihn gibt es keine Trennung zwischen „s“ und „ch“ wie bei Radieschen. Und wenn man zwei Gläser Wein getrunken hat, fällt die korrekte Aussprache sowieso leichter… Die Bedeutung des Namens ist nicht eindeutig. Nach S.R. Fischer könnte er aus dem Mittelhochdeutschen ruzze stammen: „die Stelle an einem Abhang, wo Steine herabrieseln.“

Ausbau mit Sauerstoff

Der Wein ist zu 50% im Barrique und zu 50% im großen Holzfass ausgebaut, natürlich ist das ein oder andere Barrique bereits gebraucht, so dass die Rösttöne des Holzes keinen zu starken Eindruck hinterlassen. Besonders bei einem so eleganten Wein wie dem Spätburgunder ist dies wichtig. Ein gutes Barrique (225l) kostet übrigens ca. 800-1000 €.   Das Holz erlaubt im Gegensatz zu Edelstahl mehr Sauerstoffaustausch – und das Klima im Holzfass erlaubt eine sogenannte malolaktische Gärung, bei der die im Wein enthaltene Äpfelsäure in Milchsäure umgewandelt wird. Der Wein wirkt dadurch cremiger und runder.