Deutscher Rotwein – schmeckt der denn?

Im Jahr 1987 hatte diese Frage durchaus ihre Berechtigung, denn deutscher Rotwein war damals noch fast bedeutungslos. Von der gesamten Anbaufläche für Wein erreichte Rotwein in Deutschland gerade einmal 15%. Ein Winzer galt als mutig, wenn er z.B. Spätburgunder pflanzte und als Rotwein ausbaute.

Zu dieser Zeit gefiel der VINUM Redaktion ein Dornfelder bei einer eher zufälligen Verkostung. Die Idee eines Wettbewerbes für deutsche Rotweine war damit geboren und der Grundstein für die bis heute stattfindende Verleihung des deutschen Rotweinpreises gelegt. Gerade einmal 350 Weine aus ganz Deutschland stellten sich damals der interessierten Öffentlichkeit.

Deutscher Spätburgunder – und wie der schmeckt!

Seitdem findet der deutsche Rotweinwettbewerb unter der Flagge der VINUM Redaktion regelmäßig statt. Die deutschen Rotweine standen endlich im Rampenlicht und gewannen zunehmend an Renommee. Auch die Winzer waren mehr und mehr motiviert, sich dem Rotwein zuzuwenden, da das Interesse bei den Kunden und die Nachfrage stetig stieg. Heute können sich Rotweine aus Deutschland durchaus der internationalen Konkurrenz stellen.

Bei der diesjährigen Verleihung des 31. Deutschen Rotwein Preises war eine 18-köpfige hochkarätige Fachjury aus Vertretern verschiedener Bereiche der Weinwelt am Start. Die Universität Geisenheim war Gastgeber für dieses spannende Ereignis. Dabei waren Rotweine aus sechs deutschen Anbaugebieten. Darunter natürlich Spätburgunder und andere Klassiker, aber auch rote Cuvées, Neuzüchtungen und internationale Sorten, wie z.B. Merlot.

Weinqualität ist schmeckbar!

„Weinwettbewerbe gibt es viele. Aber der deutsche Rotweinpreis, seit 1987 von VINUM ausgerichtet, ist schon etwas Besonderes, weil er in den drei Jahrzehnten auch die Rotwein-Landschaft in Deutschland positiv verändert hat. Wer hier vorn dabei ist und ins Finale einziehen kann, zeigt auf, dass er viel Fingerspitzengefühl für Spätburgunder, Lemberger, Cuvées und Co. hat.“ Das sagt Rudolf Knoll, VINUM Redakteur und Projektleiter.

  • 1840 Rotweine wurden von einer kompetenten Jury verkostet. Lediglich 26%, das sind 475 Weine, wurden für das Finale nominiert. Davon blieben 110 übrig – auf die verschiedenen Rotweinkategorien verteilt.
  • Der beste Spätburgunder bekam 18,5 Punkte, unser Spätburgunder vom Lerchenberg erhielt 17,5 Punkte.

Der Meersburger Lerchenberg Spätburgunder*** 2015 gehört zu den 8 besten Weinen dieser Kategorie und ist somit der Beste Rotwein am Bodensee!

Der Wein glänzt in einem kräftigen Rubinrot mit dunklen Reflexen. Der Duft ist eine Komposition von Kirsche, Backpflaume (die hohen Reife der Trauben!) und einer feinen, rauchigen Würze. Im Geschmack zeigt er eine intensive, würzige Frucht von Kirsche und Pflaume mit einem Hauch Bittermandel, dazu kommen Kraft und Dichte gepaart mit einer reifen Säure, die den Körper trägt. Reife Tannine und zarte Röstaromen im Finale runden den Wein fein ab.

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