„Erst nach meinem Lebenslauf hört mein Frohes Trinken auf!“                                                                        Originalzitat Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff lebte ab 1841 in Meersburg am Bodensee bei Ihrer Schwester Jenny und ihrem Schwager Freiherr Joseph von Laßberg in der Alten Burg. Dort fand sie auch ein kurzes Liebesglück mit dem jüngeren Schriftsteller Levin Schücking. Ihr Refugium, das Fürstenhäusle, liegt inmitten unserer Weinberge, die einst in ihrem Besitz waren. Ja,  Annette von Droste-Hülshoff war Weinbergsbesitzerin! Am Bodensee schrieb sie einen großen Teil ihres Werkes und konnte sich 1843 vom Honorar ihres zweiten Gedichtbandes das Fürstenhäusle kaufen.

Sie schrieb ihrer Freundin Elise Rüdiger am 22.11. 1843: Jetzt muss ich Ihnen auch sagen, dass ich seit acht Tagen eine grandiose Grundbesitzerin bin, ich habe das blanke Fürstenhäuschen nebst dem dazu gehörigen Weinberge erstanden….5000 Weinstöcke, die in guten Jahren schon über zwanzig Ohm Wein brachten…Die Reben hat der alte Bischof mir aufs Beste gewählt, Burgunder Traminer, Gutedel – etcet.

Übrigens: das Fürstenhäusle kann man auch besichtigen, am 8. Oktober ist es nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder geöffnet.

Den Namen dieser klugen und emanzipierten Frau, die kein „einheimisches Gewächs“ war, haben wir einem Wein gegeben, der kein typischer Bodenseewein ist. Er wirkt vielmehr mediterran, ja sogar international. Kräftig, mit wenig Säure und dunkler Farbe. Charaktervoll und überzeugend. In dieser Cuvée sind die Sorten Spätburgunder, Regent und Dornfelder miteinander vermählt.

Für alle, die mit Spätburgunder nicht zu begeistern sind, ist dieser Wein ideal. Er passt hervorragend zu einem Hirschragout oder zu einem kräftigen Käse. Oder zu einem guten Buch am Kamin oder auf dem Sofa.

Nehmen Sie sich eines der Gedichtbände der Droste und trinken sie ein Glas Cuvée Annette dazu. Fast ein 3D-Erlebnis….